Evangelische Jugend in Sachsen
Evangelische Jugend in Sachsen

Jahresspendenprojekt des Jugenddankopfers

Mit dem Jahresspendenprojekt (ehem. Sonderzweck) finanziert das Jugenddankopfer in jedem Jahr ein besonderes Projekt für Jugendliche. In der Regel handelt es sich um Projekte in Ländern, in denen es Jugendlichen nicht so gut geht wie hier in Deutschland. Viele Gemeinden und Jugendgruppen pflegen schon lange gute Beziehungen zu Christen in der ganzen Welt und sind gern bereit, mit einem Teil der Spenden den Aufbau der Jugendarbeit in anderen Ländern zu unterstützen.

Die Landesjugendkammer bestimmt jeweils in ihrer Frühjahrssitzung das Jahresspendenprojekt des Jugenddankopfers des laufenden Jahres. Die Vorschläge für das Projekt müssen der Landesjugendkammer bis zum 15. Januar des Kalenderjahres schriftlich und ausreichend erläutert vorliegen. In begründeten Fällen können später eingereichte Vorschläge auf Beschluss des Vorstandes auch danach noch zur Abstimmung zugelassen werden.

Für das Jahr 2020 hat der Vorstand der Landesjugendkammer drei Projektanträge entgegengenommen. Die Landesjugendkammer wählt dann in ihrer Frühjahrstagung am 21. März 2020 das neue Jahresspendenprojekt.

Folgende Projekte haben sich für das Jahresspendenprojekt 2020 beworben:

Ein Haus für Kinder- und Jugendfreizeiten in Pruden/Rumänien
Ausbau der alten Kirchschule für Übernachtungen und Seminare
Das Gelände in Pruden

Antragsteller: Junge Gemeinde der Kirchgemeinde Vielau und Freundeskreis Lutherhaus Pruden unter Vorsitz von Harald Nötzold, Vielau

Träger des Projektes vor Ort: Verein "Restore",
Leiterin: Helga Nürnberger, https://restoreministry.ro/

In der Kirchgemeinde Vielau gibt es seit 22 Jahren einen Freundeskreis, der in der kleinen siebenbürgischen Gemeinde Pruden aktiv ist. In den vergangenen Jahren wurde mit viel Herzblut, in zahlreichen Arbeitseinsätzen und mit vielen Spendengeldern die Kirche und das Pfarrhaus sowie ein angrenzendes Gästehaus und eine alte Mühle saniert. Es entstand auf dem großzügigen Gelände das Rüst- und Freizeitheim Lutherhaus Pruden mit ca. 60 Quartieren. Dort finden in jedem Jahr zahlreiche Kinder- und Jugendfreizeiten inbesondere für Roma-Kinder und -Jugendliche statt, darüber hinaus regelmäßige Kinderprogramme, Seminare, Nachhilfeunterricht und musikalische Förderung. Die inhaltliche Arbeit wird durch den Verein Restore geleitet, der mit Helga Nürnberger eine hauptamtliche Mitarbeiterin ständig vor Ort hat. Sie wird unterstützt von 12 rumänischen Christinnen und Christen.

Da der Bedarf an Quartieren für die Kinder und Jugendlichen ständig steigt, möchte der Freundeskreis die anliegende alte Kirchschule ausbauen. Es sollen dort weitere Zimmer entstehen, sanitäre Einrichtungen, ein großer Aufenthaltsraum sowie zusätzliche Schulungs- und Seminarräume, so dass etwa 20 weitere Personen dort übernachten und kleiner Gruppen gut inhaltlich arbeiten können.

Centro de formación integral Chaka Wasi
Bildungszentrum in Ecuador

Antragsteller: Junge Gemeinde Oderwitz-Mittelherwigsdorf, Kirchstr. 13, 02791 Oderwitz

Träger des Projektes vor Ort: CENTRO DE FORMACIÓN INTEGRAL CHAKA WASI, Fundación Jardín del Edén, Pujilí - Patoa de Vallejos, Ecuador

„Centro de formación integral Chaka Wasi“ ist ein Schülerwohnprojekt und versteht sich als umfassendes Bildungszentrum. Geleitet wird es von Rocio Simaluisa, einer indigenen Ecuadorianerin. Die Einrichtung gehört  zur Fundación Jardín des Edén, einer ecuadorianischen Organisation, die in der gleichen Provinz ein Kinderheim betreibt. Der christliche Glaube ist in den Einrichtungen eine wichtige Basis.

„Chaka Wasi“ bedeutet in der Sprache der Einheimischen so viel wie „Brückenhaus“. In vielerlei Hinsicht soll das CENTRO CHAKA WASI ein Brückenhaus sein: zwischen Familie und Schule, zwischen Tradition und Moderne, zwischen Spaß und Lernen. Es ist für die Jugendlichen mehr als nur eine Unterkunft. Sie bekommen Unterstützung bei den Hausaufgaben, die Eltern werden zu Seminaren eingeladen und die Jugendlichen lernen vor Ort über ursprüngliche und ökologische Landwirtschaft und indigene Traditionen.

Im Falle der Finanzierung des Projektes sind folgende Maßnahmen geplant:

  • Errichtung von zwei Ställen á 42m² und einen Schweinestall á 12m²

  • Kauf von Zuchttieren: 35 Meerschweinchen, 10 Kaninchen, 100 Legehennen, 100 Masthühnchen, drei Schweine (zwei Sauen, ein Eber), Gemüsepflanzen und Samen

  • Verarbeitung organischen Düngers aus dem Mist der Haustiere zur Düngung der Gemüsegärten und Felder

  • gesunde Nahrungsmittel gewinnen für eine ausgewogene Verpflegung der Schüler/Jugendlichen des CENTRO CHAKA WASI

  • erweiterte Aus- und Fortbildung im ökologisch-landwirtschaftlichen Bereich für Schüler, um ihre kulturelle Identität zu stärken und sie als Multiplikatoren für ihre Dörfer zu Schulen

 

Zentrum für Kinder, Jugendliche und Familien zur Produktion von handwerklich hergestellter Schokolade Lamas, San Martín, Perú
Schokoladenproduktion in San Martin
Peru

Antragsteller: Junge Gemeinde Klotzsche, Altklotzsche 55b, 01199 Dresden

Träger des Projektes vor Ort: Zentrum für Kinder, Jugendliche und Familien zur Produktion von handwerklich hergestellter Schokolade Lamas, San Martín, Perú

Kinder und Jugendliche in der peruanischen Amazonasregion San Martín wollen auch in Zukunft eine sichere Lebensgrundlage haben. Doch diese ist stark gefährdet. Neue Anbaumethoden verdrängen traditionelle, landwirtschaftliche Praktiken und Kulturpflanzen, welche an die lokalen Bedingungen angepasst waren. Doch die Vielfalt der Pflanzenarten ist ein Reichtum der Region. Diesen Reichtum zu schätzen, zu nutzen und zu bewahren, auch das soll mit dem Projekt unterstützt werden.
Das Ziel des Projektes ist der Aufbau von 5 Zentren in indigenen Kechua-Gemeinden der Region San Martin, wo Familien ihre Kakaobohnen weiterverarbeiten und veredeln können, Weiterbildungen stattfinden und Kinder begleitet werden.

  • In fünf Gemeinden wird jeweils eine traditionelle Hütte als Zentrum für die indigene Bevölkerung gebaut, wo sie die Möglichkeit haben, Rohware zu veredeln und ihren Zugang zum lokalen Markt zu verbessern.

  • Weiterbildungen für die Herstellung von Schokoladen, Hilfe bei der Vermarktung und Begleitung der Jugendlichen und Familien ist ein Schwerpunkt der Arbeit in den Zentren.

  • Autonome Strukturen stärken die Familien. Sie können ihre Waren verkaufen und erwirtschaften sich somit ihren Lebensunterhalt.

  • Die Produktion von Schokolade aus nachhaltiger, traditioneller Landwirtschaft, verfeinert mit Früchten und Nüssen aus eigener Produktion ist ein willkommener Snack für die Kinder und wesentlich gesünder als handelsübliche Süßwaren der weltweit agierenden Großkonzerne, die ihre Spuren auch im Amazonas Regenwald hinterlassen.

  • Jugendliche und Familien erhalten eine Perspektive und erlangen Unabhängigkeit von den sehr niedrigen und stark schwankenden Rohstoffpreisen.

  • Die kleinteiligen Dorfstrukturen und die teilweise unberührte Regenwaldregion werden bewahrt.

 

Das war der Sonderzweck 2019

Befreiung von Kindersklaven auf dem Voltasee in Ghana

Sonderzweck 2020

Centro Chaka Wasi - ein Bildungszentrum in Ecuador

Veranstaltungen

25.04.2020

Beteiligt, jung, kirchlich sucht… Grenzgänger

BJK-Tag

26.06.2020

Sachsenweites Jugend-Taizé-Wochenende

18.07.2020

Jugend-Sommercamp 2020

Internationales Sommer-Begegnungszeltlager im östlichen Siebenbürgen/Rumänien

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